Zum Inhalt dieser Folge:

Gewohnheiten sind unterbewusste Routinen und ich zeige dir in diesem Video, wie lang es dauert, bis man eine neue Gewohnheit verinnerlicht hat oder bis man eine geändert hat und welche Faktoren dafür entscheidend sind.

Grundsätzlich kannst du aber für dich festhalten, dass es im Durchschnitt 66 Tage dauert, bis eine Gewohnheit etabliert ist, je nach Schwierigkeitsgrad, Stärken & Motivation.

Zudem ist es immer leichter eine neue Gewohnheit / Routine zu etablieren als eine Gewohnheit zu ändern, denn auch da kommt es darauf an, wie lang du diese Gewohnheit schon hast. Ich selbst habe Gewohnheiten auch von meinen Eltern mitbekommen, die ich ändern möchte und manchmal auch nach 7 Jahren immer noch daran arbeite diese zu ändern.

Fang am besten immer in kleinen Schritten an – wenn du mit etwas anfängst, machst du diese Tätigkeit am 1. Tag 5 oder 10 min und steigerst dich dann so wie es sich für dich gut anfühlt. Dabei ist auch immer wichtig, dass du am Ball bleibst. Gehe lieber noch mal einen Schritt zurück, als komplett für mehrere Tage aufzuhören.

Aber gehen wir noch mal an den Anfang.

Habt ihr euch schon mal Gedanken darüber gemacht, wie lang es dauert bis etwas zu einer Gewohnheit geworden ist? Aus Gewohnheit, drückst du vielleicht jeden morgen erstmal auf dem Kaffeeautomaten oder gehst ins Badezimmer direkt nach dem Aufstehen, oder joggst jeden Abend 30 min oder irgendeinen Anreiz, unterbewusst, weil ihr es einfach gewohnt seid, es zu tun. Manche Gewohnheiten, haben sich einfach durch das tägliche Leben ergeben, andere möchte man erlernen. Und für letztes kann ich dir folgendes mit auf dem Weg geben:

Es dauert im Durchschnitt 66 Tage bis eine Gewohnheit implementiert ist, mindestens jedoch 21 Tage ohne großartige Unterbrechung.
Es ist um Gewohnheiten um etablieren eigentlich nicht wichtig, wie lang es dauert, denn was haben denn wir denn davon? Es ist gut, wenn man sich vornimmt, immer eine bestimmte Anzahl an Bücher zu lesen und es zur Gewohnheit wird, sich jeden morgen 30 min dafür Zeit zu nehmen und irgendwann kann man es nicht mehr weg denken und hat sein Ziel erreicht, aber es wirkt dadurch auch nicht so als hätten wir was verloren.

Wenn du zum Beispiel hörst, in nur 3 Wochen kannst du das und das erreichen oder schaffst du das – kann das sein, ist aber meist nur eine Werbemaßnahmen. Natürlich kann man es schaffen sich 3 Wochen lang mehr oder weniger gesund zu ernähren, das heißt aber nicht das es damit bei dir zur Gewohnheit geworden ist an Tag 22 kann es eben immer noch sein, das du lieber zu Fastfood tendierst und wieder von vorn anfängst, aus verschiedenen Gründen. Man kann euch viel beibringen, auch ich kann dir in 3 Wochen alles zum Thema Organisation erklären und dir Tipps geben, aber ihr müsst weiter und kontinuierlich an euch arbeiten, nach den 3 Wochen kann aber muss /sollte nicht Schluss ein. Es ist nur ein Richtwert der eine Mindestdauer angibt.

Wie gesagt, es ist egal, was du zu einer Gewohnheit machen möchtest, die vielleicht zu einer Routine wird oder aus dieser entsteht, Hauptsache du bleibst dran. Du kannst mal einen Tag aussetzen, aber nie mehr als 2/3 Tage, weil du dann einfach den Faden verlierst. Zusätzlich musst das Ziel auch attraktiv genug sein, Selbstmotivation spielt auch hier eine Rolle. Eine Gewohnheit stellst sich zusätzlich noch schneller ein, je öfter man es wiederholt. D.h. wenn du Sport machen willst, mache es nicht einmal am Tag für 30 min jeden Tag sondern 3 x mal Tag für 10 min.

Es ist auch viel schwerer Gewohnheiten zu ändern, denn auch wenn sie Sicherheit und Komfort geben, sparen wir auch viel Zeit und Energie. Denn auch ohne Motivation durchlauft ihr Gewohnheiten.
Gewohnheiten sind widerholende lohnende Handlungen – Das einfachste Beispiel Rauchen: rauchst du und bis danach weniger gestresst, kommt automatisch diese Verknüpfung und dann wird das Signal wieder verstärkt.

Ich habe dir auch mal 5 Faktoren zusammengesammelt, die die Zeit beeinflussen, bis ihr eine Gewohnheit verinnerlicht habt:

  1. Schwierigkeitsgrad
    Einfache Gewohnheiten trainierst du dir relativ rasch an. Je schwieriger oder komplexer die Gewohnheit ist, desto länger dauert es. Hier ein Beispiel für eine einfache Gewohnheit:
    Den Schlüssel beim Heimkommen sofort ans Schlüsselbrett hängen
  2. Ändern ist schwerer als neu starten
    Der Grund dafür ist einfach: Ändern braucht mehr Aufwand. Du musst die alte Gewohnheit überwinden UND dir die neue aneignen. Dass das länger dauert, leuchtet ein.
  3. Wenn du eine alte Gewohnheit ändern willst, wie stark ist diese?
    Viele unserer Gewohnheiten haben wir schon ewig, nämlich seit unserer Kindheit. Eine Gewohnheit, die du Jahre oder gar Jahrzehnte lang eingeübt hast, wirst du nur selten in kürzester Zeit wieder los. Ich hatte oben bereits erwähnt, dass ich an manchen Gewohnheiten selbst schon seit 7 Jahren dran arbeite. Aber ich bleibe dran, weil ich motiviert bin und weil ich es ändern möchte. Kleine Schritte bringen hier den Erfolg.
  4. Motivation: Wie erstrebenswert ist das Ziel hinter der Gewohnheit?
    Du kennst das sicher von den Neujahrsvorsätzen. Du nimmst dir etwas vor, aber so richtig motiviert dafür bist du nicht. Klar, dass das nichts wird.
  5. Stärken, Neigungen Präferenzen
    Du hast musikalisches Talent? Dann wirst du wesentlich weniger Zeit dazu benötigen, dir das tägliche Üben eines Instruments anzugewöhnen.
    Du möchtest deine Ernährung umstellen und jeden Tag etwas gesundes kochen? Wenn dir Kochen nicht liegt, wirst du dir damit schwer tun und du wirst lange dafür brauchen. Wenn du von etwas begeistert bist oder wenn dir etwas besonders leicht fällt, dann verkürzt das die Zeit für das Anlernen oder Ändern einer Gewohnheit.

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Zur Autorin

Beatrice Lindenberg

Berufstätige Mama, die aus der Vollzeit-Anstellung heraus Beplana gegründet hat.

Sie hilft berufstätigen Mamas ihren Alltag mit Hilfe von Organisation und Planung zu erleichtern, damit sie wieder mehr Zeit für sich und ihre Ziele haben.

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